Mehr Teleshopping ins Internet!

Die Webableger der deutschen Teleshoppingsender haben es nicht leicht.

Wie gerne würden sie als eigenständige eCommerce-Plattformen wahrgenommen werden. Doch leider können sie ihre Abhängigkeit von der jeweiligen TV-Mutter kaum lösen.

So haben die Relaunchs von HSE24.de und Channel21.de wenig Neues hervorgebracht. Auch QVC.de wird gerade generalüberholt. Dazu hat der deutsche Marktführer die Hamburger Agentur SinnerSchrader mit ins Boot geholt.

Ein Webshop für einen Teleshopper – keine leichte Aufgabe.
Drei Kernprobleme gilt es zu lösen:

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1. Wie bringt man alle Zielgruppen unter einen Hut?

Da wäre zum einen der klassische TV-Kunde. Er kommt über den „Fernseh-Umweg“ auf die Homepage des Senders. Meist weil er sich für ein Produkt interessiert, dass gerade im TV sieht oder dessen Fernsehpräsentation er gerade verpasst.

Hier hat ShopNBC.com die eleganteste Lösung. Das aktuellen Produkte finden sich oben rechts direkt auf der Startseite.

shopnbc1

Auch HSN.com und neuerdings QVC.com haben auf der Startseite eine Übersicht der sechs zuletzt gezeigten Artikel.

Oder aber: Der TV-Kunde interessiert sich gar nicht für ein Produkt, sondern z.B. für das aktuelle Fernsehprogramm. Auch das sollte schnell und einfach findbar sein.

Daneben gibt es noch den reinen eCommerce-Kunden. Dieser hat unterschiedliche Motive, die ihn auf den Teleshoppingseite führen.

Entweder er kennt den TV-Sender nicht oder kaum. Oder aber er kennt den TV-Sender, lehnt aber die dortige Verkaufsform („zu marktschreierisch, zu altbacken“) ab. Oder aber er kommt durch Zufall, durch eine Empfehlung oder eine Suchmaschine auf die Seite.

Für alle eCommerce-Kunden eines Shoppingsenders gilt: die TV-Marke – und all das, für das sie steht – tritt online in den Hintergrund. Sprich: Online muss sich eine Teleshopper seine Sporen neu verdienen. Der Ruf aus dem TV eilt ihm nur bedingt voraus.

Doch wie bindet man reine Online-Kunden, die die TV-Marke kaum oder nicht kennen? Vielleicht durch die prominente Platzierung anderer bekannter Marken.

marken

Unterschiedliche Kunden, unterschiedliche Ansätze.

Wichtig ist: Alle Kundengruppen müssen schnell und einfach das finden, nach dem sie suchen. Und das direkt auf der Startseite.

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2. Wie bringt man den Teleshoppingerfolg ins Internet?

Warum ist denn Teleshopping überhaupt erfolgreich?

Ganz einfach: Weil es im TV gelingt, ein “totes” Produkt mit Leben zu fühlen.

Ein Kochtopf ist ein Kochtopf ist ein Kochtopf. Erst im TV wird in ihm gekocht, wird daraus abgeschmeckt, gewürzt, gerührt, geschwärmt.
Kurz: Das Produkt wird lebendig. Das ist die Macht des bewegten Bildes.

Und im Internet? Auf den ersten Blick dominiert ein Foto und der Erklärtext. Klar – die meisten Shoppingportalen bieten Videos der jeweiligen TV-Präsentation.

Aber genau das ist das Problem. Es ist eben nur ein Mitschnitt des Fernsehverkaufs. Die Videos sind oft viel zu lang und richten sich inhaltlich eben an ein großes Fernsehpublikum und nicht an einen einzelnen User vor dem heimischen PC.

Im TV lässt man sich viel eher von der Begeisterung eines Moderators mitreißen – im Internet will man meist nur schnell und knapp informiert werden.

Also sind die TV-Mitschnitte nur eine Notlösung. Das Material ist halt schon da (es wurde gesendet und aufgezeichnet), also warum nicht zweit verwerten, lautet wohl die Devise.

Teleshopping ist Emotion. Auf den Internetseiten der Shoppingsender ist davon noch wenig zu spüren. Zeit, das zu ändern.

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3. Wie bringt man Mehrwert ins Internet?

Bisher bilden die Internetangebote der Teleshoppingsender das aktuelle TV-Programm ab.

Wenn im TV das Thema „Mode“ den Tag dominiert, dann ist das im Internetshop an diesem Tag genauso. Die Tagesangebote sind prominent in Szene gesetzt – im TV wie im Internet. Von Alternativangeboten – wie ein eigenes „Webangebot des Tages“ keine Spur.

Einzig HSE24 zeigt mit seinen „Themenwelten“ einen ersten Ansatz von „ergänzendem Angebot“. Auch wenn hier die Themen ans TV-Programm angelehnt sind.

themenwelt

Aber was ist mit Sortimenten, die im TV funktionieren, im Netz aber nicht? Und umgekehrt. Es gibt unzählige Produktkategorien, die nie ihren Platz im Fernsehen gefunden haben, im Internet aber eine Zielgruppe finden könnten.

Die Frage lautet also: Wie wird aus dem Webshop eine echte Alternative zum TV-Angebot?

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Die Webangebote der Shoppingsender haben viel Entwicklungspotential.

Noch hat keiner der drei deutschen Teleshoppingsender dieses auch nur annähernd ausgeschöpft. Vielleicht gelingt es ja mit dem Relaunch von QVC.de.

Spätestens nächstes Jahr wissen wir mehr

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  • Hallo, reicht es denn nicht das der Kram im TV läuft, im Internet bestellen Leute ehr bei Auktionshäusern oder großen Diensten. Gruss Peter
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